Södermalm damals und heute

Söder, wie die Leute sagen, ist Stockholms lebendigster Stadtteil mit einem pulsierenden Unterhaltungsangebot. Hier wimmelt es von Restaurants, Bars und Cafés. Dazu gibt es Musik für jeden Geschmack: Debaser und Strand mit dem Neuesten, die Volksoper und Göta Lejon mit Musicals, Jazz im Restaurant Louis und schließlich Mosebacke mit einem breiten Musik- und Theaterangebot und einer großen Sommerterrasse. Man findet hier auch viele Kunstgalerien, Kinos, Theater, Museen und Unmengen von großen und kleinen Geschäften. Besucher können am Ufer oder oben in den Bergen spazieren gehen und die Aussicht auf die Stadt und das Wasser genießen.

Natürlich ist es beliebt, in Söder zu wohnen. Hier sind Künstler, Maler, Schauspieler, Politiker und Geschäftsleute zuhause, und viele andere sympathische und kreative Menschen. Insgesamt beherbergt der Stadtteil über 120.000 Einwohner.

Früher war Söder ein ausgeprägter Arbeiterstadtteil mit einer noch größeren Bevölkerung. Es gab Brauereien, mechanische Werkstätten, Werften, Fabriken und viele kleine Handwerker.

Mehrere Schriftsteller haben das Leben im alten Söder geschildert. Die beste Beschreibung findet man wohl in der Buchserie von Per-Anders Fogelström, die auf fesselnde Weise eine Familie in Söder ab 1860 hundert Jahre lang verfolgt.

Albert Engströms klassische Figuren Kolingen und Bobban trieben sich oft in den Hafenvierteln rund um die Schleuse Slussen herum, über diese Lebenskünstler gibt es viele deftige Erzählungen und Zeichnungen. Auch hier in der Gegend am Zinkensdamm und Richtung Hornstull, damals “Messer-Söder” genannt, fanden viele Sonderlinge einen Unterschlupf. Der Söder-Künstler Börje Dorch hat unter anderem Zigeuner-Olga, den Weißen Neger und Kalle Munter in seinem charakteristischen Stil verewigt. Diese Originale kann man sich in unserem Gesellschaftszimmer Matilda neben der Rezeption ansehen.

1899 wurde gleich nebenan der Park Tantolunden eingeweiht. Mit seinen breiten Spazierwegen durch üppiges Grün sollte die Arbeiterbevölkerung von Söder dazu angehalten werden, in europäischer Manier paarweise zu flanieren und zu konversieren. Das Ergebnis war jedoch zweifelhaft.

Ihnen jedoch empfehlen wir einen schönen Spaziergang auf den verschlungenen Parkwegen von Tantolunden. Werfen Sie einen Blick in die Schrebergärten, ein Andenken vom ersten Weltkrieg, als die Bewohner von Söder ihre Kartoffeln und anderes Gemüse selbst anbauen mussten. Heute warten diese Gärten mit phantastischen Pflanzungen und Blumenprachten auf.

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